Namenswechsel SATW Expert:innengruppe – von Industrie 4.0 zu Digital Industry

Technologischer Fortschritt verändert nicht nur industrielle Prozesse, sondern auch die Begriffe, mit denen wir sie beschreiben. Die Umbenennung der SATW Expert:innengruppe Industrie 4.0 zur Expert:innengruppe Digital Industry spiegelt den technologischen Wandel wider.

Expert:innengruppe Digital Industry (v. o. l. n. u. r.): Daniel Schmid (ZHAW), Christian Bodmer (OST), Francesco Crivelli (CSEM), Patricia Deflorin (FHGR), Dominic Gorecky (Switzerland Innovation Park Biel/Bienne), Stefan Grösser (BFH), Björn Jensen (HSLU), Andreas Kunz (ETH Zürich), Nabil Ouerhani (HE-ARC), Guido Piai (OST), Andreas Rüst (ZHAW), Bettina Schneider (FHNW), Lars Sommerhäuser (Empa), Toni Wäfler (FHNW).

Die Expert:innengruppe versteht sich seit jeher als Plattform für den Austausch zur Digitalisierung in der Industrie. Fachpersonen aus unterschiedlichen Schweizer Forschungsinstitutionen bringen ihre Perspektiven und ihr Wissen zusammen, diskutieren laufende Forschungsvorhaben und fördern gezielt die institutionsübergreifende Zusammenarbeit. Daraus entstehen nicht nur neue wissenschaftliche Impulse, sondern auch gemeinsame F&E-Projekte.

Diesen Anspruch verfolgt die Gruppe weiterhin – im Kontext der Weiterentwicklung des thematischen Fokus von Industrie 4.0 hin zu Industrie 5.0, die nun auch im Namenswechsel zu Digital Industry sichtbar wird. Während Industrie 4.0 vor allem Vernetzung, Automatisierung und datengetriebene Effizienzsteigerung in den Mittelpunkt stellt, erweitert Industrie 5.0 diese Perspektive um gesellschaftliche und organisatorische Dimensionen. Fragen der Nachhaltigkeit, Resilienz und der Rolle des Menschen in digitalisierten Produktionssystemen standen daher auch im Zentrum der Diskussionen innerhalb der Expert:innengruppe. Sie flossen unter anderem in den Beitrag «Der Mensch als Erfolgsfaktor bei der Digitalisierung von Industrieprozessen» ein, der betont, dass erfolgreiche Digitalisierung stets eine soziotechnische Aufgabe ist, bei der menschliche Kompetenzen und digitale Systeme gezielt zusammenspielen.

Diese Perspektive deckt sich mit dem Technology Outlook 2025, der Industrie 5.0 als Orientierungsrahmen für die nächste Phase industrieller Entwicklung beschreibt und eine zukunftsfähige Industrie durch drei zentrale Leitprinzipien charakterisiert: Nachhaltigkeit (sustainability), Resilienz (resilience) und eine konsequente Ausrichtung am Menschen (human centricity).

Vor diesem Hintergrund ist der Namenswechsel zu «Expert:innengruppe Digital Industry» die folgerichtige Entscheidung. Der Name trägt nicht nur der thematischen Breite digitaler Industrieentwicklung Rechnung, sondern bildet auch die wissenschaftliche Vielfalt der beteiligten Institutionen und Fragestellungen besser ab. Gleichzeitig bleibt der Kern erhalten: Die SATW Expert:innengruppe Digital Industry ist interdisziplinär aufgestellt und vereint Fachpersonen aus verschiedenen Schweizer Forschungsinstitutionen. Sie tauscht sich regelmässig zu aktuellen Forschungsvorhaben aus und fördert die disziplinübergreifende Zusammenarbeit zwischen den Institutionen.