TecToday: Gesundheitsdaten – teilen zum heilen?


Donnerstag 12. März, 18:00 Uhr
Lyceum Alpinum Zuoz, 185 Aguêl, 7524 Zuoz

Daten bilden das Fundament der personalisierten Medizin: Sie können wichtige Hinweise geben auf Krankheiten und Krankheitsrisiken, Präventionsmassnahmen und wirksamere Therapien. Hinweise, die bei traditionellen Untersuchungen oft verborgen bleiben. Ist es also nur positiv, wenn ständig überall und immer mehr Daten generiert, gesammelt und geteilt werden? Viele zögern, Informationen über sich preiszugeben, wenn es um so heikle Themen wie die Gesundheit geht. Sind die Daten wirklich sicher? Können sie missbraucht werden? Wer hat Zugriff? All das sind Fragen, die befriedigend beantwortet werden müssen, wenn Gesundheitsdaten vermehrt geteilt und zur Verbesserung der medizinischen Forschung und Versorgung genutzt werden sollen. Fragen, denen sich Fachleute am TecToday stellen. Lassen Sie sich die Vision eines Datenraums zeigen, der Nutzerinnen und Nutzern die volle Kontrolle über ihre Daten gibt. Erfahren Sie, wie Gesundheitsdaten Fortschritte bei der Erforschung und Behandlung von Krankheiten ermöglichen und welche juristischen sowie ethischen Aspekte zwingend zu beachten sind. Stellen Sie Ihre kritischen Fragen und diskutieren Sie mit. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung jedoch erforderlich. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.


 

Referenten

Dr. Katrin Crameri ist Direktorin der Personalized Health Informatics Group am Swiss Institute of Bioinformatics (SIB) in Basel. Die Molekularbiologin verfügt über einem PhD in Neurowissenschaften und einem Master in Public Health. 2007 verliess sie die Laborbank und wurde Ressortleiterin bei der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften. Von 2015 bis 2019 war sie als Leiterin des Zentrums für Analysen, Strategien und Konzepte beim Bundesamt für Gesundheit u.a. verantwortlich für die Förderung der biomedizinischen Forschung und Technologie sowie das Thema «datengetriebenen Medizin». Seit 2019 verantwortet sie mit ihrem Team beim SIB die technische Umsetzung der «Swiss Personalized Health Network» Initiative und den Aufbau einer nationalen Infrastruktur für die Forschung mit sensiblen Gesundheitsdaten.

 

Prof. Ernst Hafen ist seit 2005 Professor am Institut für Molekulare Systembiologie der ETH Zürich. Er studierte am Biozentrum in Basel Molekular-​ und Zellbiologie und promovierte in Entwicklungsbiologie. Nach einem Postdoktorat an der University of California in Berkeley wurde er 1987 Assistenzprofessor an die Universität Zürich, wo er 1997 zum ordentlichen Professor befördert wurde. Von 2005 bis 2006 war er ETH-Präsident. Für seine Forschung wurde er mehrfach ausgezeichnet. Er war Mitglied der Forschungskommission des Schweizerischen Nationalfonds und diverser «Editorial Boards» wichtiger Fachzeitschriften. Seit 2012 engagiert er sich für die Speicherung und gemeinsame Nutzung persönlicher Daten. So etwa als Präsident der Verwaltung der MIDATA Genossenschaft und Vorstand des Vereins Daten und Gesundheit.

 

Podiumsgäste
 

Dr. med. Joachim Koppenberg ist Spitaldirektor des Ospidals Scuol und Vorsitzender der Geschäftsleitung des Gesundheitszentrums Unterengadin. Das Studium sowie die Ausbildung zum Facharzt absolvierte er in Regensburg und Würzburg. Der Anästhesiologe ist auch Notarzt sowie Facharzt für Klinische Notfallmedizin und interventionelle Schmerztherapie. 2004 kam er als Chefarzt Anästhesiologie ans Ospidal Scuol, wo er 2007 Spitaldirektor wurde. Seine Forschungsinteressen sind Patientensicherheit, Notfallmedizin und Versorgungsforschung. Er hat Lehraufträge zum Thema Patientensicherheit an der Universität St. Gallen (HSG) sowie an der Martin-Luther-Universität in Halle-Wittenberg und ist (Mit-)Herausgeber von über 20 Bücher sowie Autor von über 60 Fachartikel. Punkto Telemedizin und e-Health nimmt das Ospidal Scuol eine Vorreiterrolle ein.

 

Yvonne Prieur ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Sozialrecht der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Die diplomierte Krankenschwester schloss 1998 ihr Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Fribourg ab. Nebenher arbeitete sie als Journalistin und Gerichtsberichterstatterin für diverse Tageszeitungen. Zusätzlich absolvierte sie von 2005-2008 den Nachdiplomstudiengang «Gesundheitsförderung und -management in Europa» der Hochschule Magdeburg. Als Juristin und Dozentin beschäftigt sie sich seit 1999 in diversen Funktionen mit den Schwerpunkten Sozialversicherungs- und Gesundheitsrecht sowie Datenschutz. Sie ist Autorin diverser Fachpublikationen, so auch Co-Autorin der TA-Swiss-Studie «Quantified Self – Schnittstelle zwischen Lifestyle und Medizin».

 

Ihre Moderatorin

 

Annina Campell wuchs im Familienhotel in Cinuos-chel auf. Nach der Matura am Lyceum Alpinum in Zuoz folgten längere Auslandaufenthalte in Brasilien und Hawaii. Nach ihrem Studienabschluss in Gesellschafts- und Kommunikationswissenschaften an der Universität Luzern machte sie erste redaktionelle und konzeptionelle Fernseharbeiten hinter der Kamera, u. a. für Willy Bogner und 3+. Seit 2011 ist sie vor der Kamera zu sehen, zunächst für ServusTV und seit 2012 für «SRF bi de Lüt – Live» und «Das Experiment – wo ist dein Limit». Von 2016 bis 2018 war sie zudem Moderatorin der rätoromanischen Tagesschau «Telesguard».