Rückblick

TecDay Trogen

Günseli Ünü | SATW | 

Schülerinnen und Schüler unterhalten sich mit Roboter Nao

Die Kantonsschule Trogen war am 9. Mai 2019 zum dritten Mal Gastgeberin des TecDays. Für rund 550 Schülerinnen und Schüler war stand der Tag ganz im Zeichen der Technik: Sie besuchten drei Module ihrer Wahl und tauschten sich intensiv mit Persönlichkeiten aus Forschung und Industrie aus.

Am TecDay an der Kantonsschule Trogen durften die Schülerinnen und Schüler aus 32 Modulen ihre drei Lieblingsthemen wählen. Die meisten Module hatten einen starken Praxisbezug. So durften einige Schülerinnen und Schüler Drohnen steuern, anhand von Satelliten die Telemetrie-Signale anderer Satelliten empfangen oder einfache und schnelle Rennrover bauen. Die Vielfältigkeit und Praxisrelevanz der Themen fasziniert die Prorektorin Daniela Weber Klose, die zum dritten Mal einen TecDay an der Kantonsschule Trogen mitorganisierte. «Ich bin immer wieder begeistert! Von den vielfältigen und spannenden Modulen kriegt man nie genug und ich hoffe, dass wir weitere TecDays an unserer Kanti durchführen können».

Beliebtes Thema Nachhaltigkeit

Warum weist Butter ein hohes Treibhauspotenzial auf? Wie viel Wasser braucht ein Kilo Äpfel? Welche Verpackungsmittel sind ökologisch nachhaltig? Auf diese Fragen ging Philippe Gerber, Verantwortlicher des Moduls «Hightech-Lebensmitteltechnik», ein. Sein Publikum, das ausschliesslich aus Schülerinnen bestand, war zum Beispiel erstaunt über den Wasser-Fussabdruck eines Eis: Dieser beträgt 200 Liter. «Das Immunsystem kann man nicht stärken und trainieren, aber man kann es durch Tabak, Alkohol oder Drogen schwächen» so Jack Rohrer, Leiter der Fachgruppe Zellphysiologie und Zell-Engineering an der ZHAW. Kanti-Schülerin Joelle Bachmann war froh, über seine Aufklärung bezüglich der Auswirkungen von Drogen auf den menschlichen Körper: «Das Thema ist bei uns Jugendlichen topaktuell.» Ihre Schulkollegin Sari Weber meint: «Es hat mich sehr erstaunt, dass durch Drogen extrem viele Nervenzellen kaputt gehen können. Zudem bin ich fasziniert zu erfahren, dass kleinste Mengen Drogen im Blut nachweisbar sind.» Im Rahmen des Moduls führte Rohrer einen Drogentest durch, dem sich die Schülerinnen und Schüler freiwillig unterzogen haben.

Motivierte Fachleute

Rund 40 Fachpersonen kamen aus Forschung sowie Industrie und stammen aus der ganzen Schweiz: ARIS, Axpo Power AG, BFH, EPFL, ETH Zürich, HSR, HTW Chur, IBM, Maxon Motor, Nagra, NTB Buhs, PH St. Gallen, SIB, SPHAIR, Swiss, Universität Basel, Universität Fribourg, Universität Zürich und ZHAW.

Und das hat die Schülerinnen und Schüler am TecDay beeindruckt:

Kernenergie ist unglaublich verrufen in unserer Gesellschaft. Mit der Sicht eines Wissenschaftlers, der sich mit dieser Thematik ein Leben lang auseinandergesetzt hat, habe ich heute die andere Seite der Medaille erforschen können.

Ich fand es sehr beeindruckend, dass so viele Referenten sich für uns Schüler Zeit genommen haben und die Module spannend präsentiert haben.

Wie wichtig Technik überhaupt ist.

Ich fand schön, wie man die Faszination der Referenten sehen konnte.

Wie stark man sich in ein Thema vertiefen kann.

Ich fand es interessant, dass es so einfach ist mit Satelliten Kontakt aufzunehmen. Es war beeindruckend zu sehen, wie schnell sich der Satellit vorwärtsbewegt.

Vielschichtigkeit der technischen Ausbildungen und Berufe

Dass es so viele Auswahlen an Modulen gab!!! Und dass es so viele spannede Themen hatte!!! Die Workshops waren sehr vielfältig und man konnte sehr viel lernen!

Wie man mit einfachen Mitteln eine komplizierte Thematik den Schülern erklären kann. Auch die Vielfalt der Module war bemerkenswert.

Der direkte Kontakt mit Wissenschaftlern unterschiedlicher Fachgebiete und der interaktive Unterricht gemeinsam mit ihnen.

Das man viel selber ausprobieren und machen konnte.

Die Organisation war unglaublich gut und genau. Alle Abläufe haben geklappt. Die grosse Anzahl an Fachkräften auf unserem Campus.

Was die einzelnen Fachpersonen zu erzählen hatten. Sehr spannende Geschichten.