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Wie soll Strom aus erneuerbaren Energien gefördert werden?

Silvia Banfi Frost und Jürg Minsch | 
Wie soll Strom aus erneuerbaren Energien gefördert werden?

Für den erfolgreichen Umbau der heutigen Stromversorgung wird es weiterhin notwendig sein, die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien zu fördern. Dabei sollen bevorzugt Instrumente zum Einsatz kommen, die eine kosteneffiziente Förderung mit hohem Innovationsanreiz erlauben.

Geht man über die deutsche Grenze, fällt sofort die viel höhere Dichte an Solaranlagen auf den Dächern der Wohnhäuser auf. Man könnte vermuten, die Ursache sei die sehr hohe Akzeptanz der erneuerbaren Energien bei der Bevölkerung in Deutschland. Doch beim näheren Hinsehen erkennt man auch die wichtigen Rollen einer stabilen und dezidierten Förderpolitik und eines gleichzeitigen Abbaus der behördlichen Hindernisse für den Bau solcher Anlagen. Diese Bemühungen, wie auch ähnliche in anderen benachbarten Ländern, sind allerdings nicht nur erfolgreich verlaufen. Die Schweiz sieht sich heute unter wachsendem Druck, ihren Anteil an erneuerbarer elektrischer Leistung in den kommenden Jahrzehnten dramatisch zu erhöhen; es ist der richtige Zeitpunkt, um die Grundlagen einer erfolgreichen Förderpolitik nochmals zu überdenken.

Die vorliegende Schrift tut genau das: In ihr erörtern Silvia Banfi Frost und Jürg Minsch in erfrischender Unvoreingenommenheit die prinzipiellen Möglichkeiten zur Förderung des erneuerbaren Stroms und analysieren diese in knapper Darstellung. Alle vier untersuchten Förderinstrumente (Einspeisevergütung, Bonusmodell, Quotenregelung und Ausschreibungen) zeigen dabei Stärken, aber auch Schwächen und es gibt keine einfache Regel für die Wahl eines solchen Instrumentes. Es zeigt sich aber doch, dass – eine weitsichtig planende Politik vorausgesetzt – bei längerfristig stabilen Fördermassnahmen die grossen Ziele für 2030 erreichbar sein sollten.