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Projekte

SATW-Projekte 2018

SATW | 

Experten, Expertinnen sowie Einzelmitglieder der SATW haben jährlich die Möglichkeit, Anträge zur Umsetzung persönlicher Projektidee einzureichen. Milizprojekte werden von den Expertinnen, Experten und Einzelmitgliedern geleitet und sind thematisch entweder im Bereich der Schwerpunktprogramme der SATW angesiedelt oder behandeln ein anderes, aktuelles und für die SATW relevantes Thema. Für 2018 wurden folgende Vorhaben neu als Milizprojekt bewilligt.

Schweizer Jugend hackt (Ivan Bütler, Compass Security)
Bei diesem Projekt wird ein mobilefähiges Security Game für Jugendliche mit mehreren Leveln entwickelt. Das Game ist nicht allzu schwierig und spielerisch aufbereitet. Die Einstiegsschwelle wird bewusst tief gehalten, um allen Jugendlichen eine Teilnahme und damit einen einfachen Einstieg ins Thema Cybersecurity zu ermöglichen. Für das Game müssen die Teilnehmenden eine Mobile App mit dazugehöriger Website benutzen.
Mit dem Projekt wird das Interesse für Cybersecurity mittels Gamification geweckt. Dies auch im Hinblick auf eine zukünftige Berufswahl im Bereich Informatik und Sicherheit. Auf spielerische Weise wird auch lösungsorientiertes Denken geweckt.

Nationale Konferenz zu Robotik in der Ausbildung (Francesco Mondada, EPFL)
Robotik wird in verschiedenen Ländern vermehrt im Schulunterricht eingesetzt. Dies nicht nur fächerspezifisch also in der Informatik, sondern auch in Physik, Mathematik, Biologie und vielen mehr. Roboter sind als alternatives pädagogisches Werkzeug, das den Schülerinnen und Schülern erlaubt, die verschiedenen Fächer anders als mit herkömmlichen Methoden wahrzunehmen und zu verstehen. Mit diesem Projekt wird im September 2018 eine nationale, dreisprachige Konferenz zu dieser Thematik organisiert.
An einer Konferenz wird Schweizer Lehrpersonen auf Gymnasialstufe ein guter Überblick zum Thema Robotik im Klassenzimmer gegeben sowie das dazugehörige Unterrichtsmaterial entwickelt. Langfristig soll es Lehrpersonen erlauben, den Zusammenhang zwischen Technologie und ihren Disziplinen in den Unterricht einfliessen zu lassen.

«Intelligent Transport Cubes» als neues Fahrzeugkonzept in Smart Cities (Pavel Hora, ETH Zürich)
Die individuelle Mobilität wird heute durch Autos abgedeckt. Die Folgen davon sind eine städtische Verkehrsdichte, die zum Kollaps führt, unzulässige Luftverschmutzung sowie mit Autos zuparkierte Strassen. Das Gesamtprojekt hat zum Ziel, ein neues, urbanes, auf individuelle Bedürfnisse zugeschnittenes Konzept zu entwickeln, die die heutigen Autos durch «public shared»-organisierte «Intelligent Transport Cubes» (iTC) ersetzen soll. In einer ersten Phase wird ein H2E-Antriebskonzept ausgearbeitet, das auf realistischestädtische Nutzungsszenarien basiert.

F&E-Institutionen der Schweizer Präzisionsindustrie (Patrick Roth, Geschäftsführer Präzisionscluster)
Die Schweizer Präzisionsindustrie (SPI) trägt über ihre Technologien und Produkte einen wesentlichen Beitrag zum Wohlstand des Landes bei, z.B als Zulieferin der Uhren- und der Medtech-Industrie. Die SPI wird aktuell in ihrer Gesamtheit jedoch weder gegen innen (national) noch nach aussen (international) sichtbar gemacht. Deshalb publiziert der Präzisionscluster im Frühjahr 2018 den ersten «Swiss Precision Industry Report». In dieser Ausgabe werden die ersten Glieder der Wertschöpfungskette Präzisionsindustrie, nämlich die akademischen F&E-Institutionen, mit ihren fachspezifischen Kompetenzen und Projekten systematisch dargestellt. Weitere Reports sollen folgen. Denn zur nachhaltigen Erhaltung der SPI in der Schweiz sollte ihre Wertschöpfungskette regelmässig beschrieben und in ihrer Funktion analysiert werden.

Künstliche Intelligenz und strukturierte Daten (Alessandro Curioni, IBM Research / Matthias Kaiserswerth, Hasler Stiftung)

Die Forschung im Bereich Künstliche Intelligenz KI fokussiert aktuell insbesondere auf das Verständnis unstrukturierter Daten wie Texte, Tondokumente und Bilder. KI-Methoden gewinnen aber für Unternehmen auch bei strukturierten Daten wie Datenbanken und Statistiken mehr und mehr an Bedeutung. Methoden wie probabilistische Programmierung (Entscheidungen unter Unsicherheit) und Bayes'sche nichtparametrische Modelle beginnen, die Art und Weise zu verändern, wie wir mit statistischen Methoden strukturierte Informationen bearbeiten. Was bislang Stunden in Anspruch nach, könnte bald in wenigen Minuten erledigt sein.
Eine Konferenz oder ein Tutorial soll Unternehmen ein besseres Verständnis der Technologie geben, die über herkömmliche Business-Intelligence-Software hinausgeht, und zwar anhand von Beispielen, welche die Möglichkeiten und Werkzeuge von KI in diesem Bereich illustrieren.

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