Prof. Dr. Kathrin Altwegg wird zum Einzelmitglied der SATW ernannt in Anerkennung ihrer Pionierrolle in der Erforschung von Kometen und für ihr Engagement in der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses auf allen Stufen.
Kathrin Altwegg ist Astrophysikerin und emeritierte Professorin für Weltraumforschung an der Universität Bern sowie ehemalige Direktorin des Center for Space and Habitability. Sie leitete das Massenspektrometer ROSINA an Bord der ESA-Kometensonde Rosetta und lieferte damit zentrale Erkenntnisse zur Zusammensetzung von Kometen und zu möglichen lebensrelevanten Molekülen im All. In den 1970er-Jahren war sie eine der ersten Frauen, die in der Schweiz Physik studierten.
2021 wurde sie als Einzelmitglied in die SATW aufgenommen – in Anerkennung ihrer Pionierrolle in der Erforschung von Kometen und ihres Engagements für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses auf allen Stufen.
Die Astrophysikerin Kathrin Altwegg hat mit dem Berner Massenspektrometer ROSINA einen Kometen chemisch vermessen und dabei Bausteine des Lebens gefunden. In der SRF-Sommerserie «25 Jahre Tagesgespräch» sorgte sie im Juli 2026 mit pointierten Aussagen für Aufsehen: Sie stellt den wissenschaftlichen Nutzen bemannter Raumfahrt infrage, warnt vor tödlichem Weltraumschrott ab 2032 und ist überzeugt, dass die Chance auf Leben im All gross ist. Für sie ist irdisches und ausserirdisches Leben gleichwertig. Im Gespräch mit der SATW ordnet die emeritierte Professorin ihre Thesen ein und erklärt, welche Bedeutung künstliche Intelligenz künftig für die Weltraumforschung haben wird.