Dr. Rita Hofmann-Sievert wird nominiert in Anerkennung ihrer ausserordentlichen wissenschaftlichen und technischen Verdienste zum kommerziellen Erfolg und für die Verbreitung von Wissen über den verantwortungsvollen Einsatz der Nanotechnologie.
Rita Hofmann-Sievert studierte physikalische Chemie in Göttingen und arbeitete später in der Forschung der ILFORD Imaging in Marly (FR). Ihr Fokus lag in der Bildphysik, der Farblehre und der Charakterisierung analoger und digitaler Bilder. Von 2000-2013 leitete sie die Forschung der ILFORD Imaging in Marly.
Von 2013 bis 2022 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Materialität in Kunst und Kultur in Bern.
Sie ist Ehrenmitglied und ehemalige Präsidentin der Society for Imaging Science and Technology, Honorary Fellow of the Royal Photographic Society und Einzelmitglied und ehemaliges Vorstandsmitglied der SATW. Sie ist die Schweizer Vertreterin im ISO Technischen Committee 42/ WG5.
Der internationale Dachverband der Ingenieurakademien CAETS hat am 30. Juni 2026 die Studie «Towards Low-GHG Emissions from Energy Use in Selected Sectors: Looking Beyond 2040» veröffentlicht. 52 Expert:innen aus 24 Ländern zeigen darin, was heute geschehen muss, damit kapitalintensive Industriesektoren nach 2040 deutlich weniger Treibhausgase ausstossen. Die SATW hat die Studie mitgetragen – vertreten durch Rita Hofmann, die in der Arbeitsgruppe Chemieindustrie mitwirkte.
Industriebranchen wie die organische Chemie sind strukturell auf Kohlenstoff angewiesen und damit heute noch weitgehend fossil. Biotechnologische Verfahren könnten hier einen entscheidenden Ausweg bieten. Sie ermöglichen die direkte Nutzung von abgeschiedenem CO₂ als Rohstoff und ebnen so den Weg zur Kreislaufchemie. Beim dritten SATW-Forum zur Defossilierung diskutierten rund 30 Expert:innen, wie weit diese Technologien bereits entwickelt sind und was noch benötigt wird, damit sie Realität werden.