27. März 2020

Swiss TecLadies: Chronik einer gelungenen Zusammenarbeit

Adrian Sulzer - Technik-Bildung

Hauptmann Fanny «Shotty» Chollet wirbt für Swiss TecLadies, das Nachwuchsförderprogramm für Mädchen der SATW. Das rasante Video dafür hat die Werbeagentur Rocket produziert. Die Geschichte einer erfolgreichen Zusammenarbeit in drei Akten.

Am 15. März hat die Online-Challenge von Swiss TecLadies (STL) begonnen. Bis zum 10. Juni können alle daran teilnehmen und tolle Preise gewinnen. Mädchen zwischen 13 und 16 Jahren können sich via Online-Challenge zudem für ein umfassendes Mentoring-Programm qualifizieren. Um das Angebot bekannt zu machen, kann die SATW auf die Unterstützung von Fanny «Shotty» Chollet zählen, der ersten Schweizer Militärpilotin auf der F/A-18. Als Pionierin in einem technischen und von Männern dominierten Berufsfeld ist sie die optimale Botschafterin, um Mädchen mit Interesse an Technik zu ermutigen, ihre Träume zu verwirklichen. Wir sind jedenfalls sehr froh, dass «Shotty» das Programm tatkräftig unterstützt.

Wie «Shotty» STL-Botschafterin wurde

Nach den positiven Erfahrungen mit der Premiere in der Deutschschweiz war klar, dass SwissTecLadies beim zweiten Mal zusätzlich in der Romandie stattfinden würde. So stand die Suche nach einer geeigneten Botschafterin für die Westschweiz am Anfang. Bei der Recherche nach geeigneten Kandidatinnen stiessen wir auf dieses Foto:

Es zeigt unter anderem die bisherige STL-Botschafterin, Olympiasiegerin Dominique Gisin, neben Fanny «Shotty» Chollet. Dass sie als erste Militärpilotin auf der F/A-18 Hornet vorgestellt wurde, war damals erst ein paar Wochen her. Als Pionierin auf ihrem Gebiet und Absolventin eines technischen Studiums war die sympathische Waadtländerin die ideale Wahl. Gross war also die Freude, als sie umgehend zusagte. Als später klar wurde, dass Dominique Gisin aufgrund ihrer zahlreichen Verpflichtungen zwar weiterhin für einen Workshop, jedoch nicht mehr als STL-Botschafterin zur Verfügung stehen würde, übernahm Fanny Chollet die Rolle auch für die Deutschschweiz. Schliesslich hat sie an der ZHAW School of Engineering in Winterthur studiert und spricht perfekt deutsch.

Durchstarten beim RocketPitch

Vergangenen Herbst erfuhren wir dann vom #RocketPitch, einem Angebot der Luzerner Werbeagentur Rocket. Die Idee: Statt, dass sich die Agentur bei Kunden um Aufträge bewirbt, sollen sich Kunden bei der Agentur bewerben. Dem Sieger winkten Leistungen im Wert von CHF 15'000. Allerdings: Die Agentur suchte nichts geringeres als «den geilsten Werbeauftrag der Schweiz.» Wir waren zuerst unschlüssig, haben uns dann aber doch entschieden, unser Glück zu versuchen. Schliesslich geht es um eine gute Sache und wir waren überzeugt, dass die Produktion eines Videos mit der ersten Schweizer F/A-18-Pilotin für die Agentur ein attraktiver Auftrag sei. Mit unserer Bewerbung schafften wir es ins Finale und konnten Mitte November bei Rocket in Luzern pitchen. Einige Tage später erhielten wir die frohe Botschaft: Swiss TecLadies hat gewonnen!

Dreh in Payerne

Mitte Februar war es dann soweit: Die SATW- und Rocket-Crew rückte auf dem Militärflugplatz Payerne ein, um die Aufnahmen mit Fanny Chollet zu machen. Der Dreh fand in einer entspannten und produktiven Atmosphäre statt, wobei auch immer wieder gelacht wurde. Hier ein paar Impressionen:

 

Es war ein grosses Vergnügen, mit allen Beteiligten zusammenzuarbeiten. Beeindruckend war, wie wenige Takes nötig waren. Es zeigte sich, dass Fanny Chollet gewohnt ist, viel Informationen aufzunehmen und rasch zu verarbeiten. Die Instruktionen und Inputs beim Dreh hat sie jeweils sehr gut und rasch umgesetzt. Bedanken müssen wir uns auch beim Zentrum elektronische Medien des VBS, das uns umfassendes Filmmaterial für diesen Zweck zur Verfügung gestellt hat. Alle Beteiligte dürfen Stolz auf das Resultat sein:

 

Auskunft

Adrian Sulzer, Leiter Kommunikation und Marketing, Tel. +41 44 226 50 27, adrian.sulzer(at)satw.ch

 

Lernen in Zeiten von COVID-19

Die Lancierung des Programms am 15. März war angesichts des Coronavirus ein Risiko. Anderseits kann die Online-Challenge zur Qualifikation für das Mentoring-Programm überall gespielt werden. Angesichts der Schulschliessungen eignet sie sich besonders gut für den Fernunterricht. Zusätzlich bieten sie eine spannende Beschäftigungsmöglichkeit für die Schülerinnen und Schüler, um den Alltag zu Hause möglichst abwechslungsreich zu gestalten. Es wird sich nun in den nächsten Wochen zeigen, wie sich die ausserordentliche Lage auf das Programm auswirkt. Wir zählen jedenfalls auf die Unterstützung unserer Partner, hoffen das Beste und laden alle ein, an der Online-Challenge teilzunehmen und ihr Talent zu testen. Es gibt attraktive Preise zu gewinnen.

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