Programm TecDay@ksso mit Modulbeschreibung
Kontakt:
SATW Geschäftsstelle
Dr. Béatrice Miller
Einen Tag lang drehte sich an der Kantonsschule Solothurn alles rund um Wissenschaft und Technik. Die Schülerinnen und Schüler besuchten anstelle der normalen Lektionen Module ihrer Wahl und kamen dabei mit Persönlichkeiten aus Forschung und Industrie intensiv ins Gespräch. Die TecDays sind eine Initiative der SATW und sollen den Zugang zu naturwissenschaftlich-technischen Disziplinen erleichtern. Es handelt sich um die erste solche Veranstaltung im Kanton Solothurn.
Solothurn/Zürich, 3. April 2009. Wie entsteht die Zukunft? Haben Roboter ein Gewissen? Wird eine still gelegte Industrie zur Geisterstadt? Warum ist Google so schnell? Solchen Fragen gingen über 1600 Gymnasiastinnen und Gymnasiasten am TecDay@ksso nach. Sie konnten aus 62 verschiedenen Themen ihre sieben Lieblingsthemen wählen und bekamen drei – im Untergymnasium zwei – davon zugeteilt. «Die Welt in 50 Jahren», «Drogen und Gifte aus Pflanzen», «iPhone, Wii Remote und tanzende Bakterien», «Nanomedizin – Teufelszeug oder Heilsbringung?», «Farben und Pixel» und «Biologische Forschung um Leben und Tod» heissen die Module, die am meisten Zuspruch erhielten.
Bedeutung
und Faszination von Technik zeigen
Die Module haben einen starken Praxisbezug. Einige beinhalten auch Experimente
und Modelle. Im Vordergrund steht jedoch der Austausch mit Persönlichkeiten aus
Industrie, Hochschulen und Forschungsinstituten. Die Modulbetreuerinnen und
Modulbetreuer stammen von Aareholz AG, Asperger Städtebau und Raumplanung, ABB,
Agathon AG, Alstom , Amt für Informatik und Organisation Kt. SO, Arthur Flury
AG, Axpo, Braunecker Engineering, CSEM, Die Post, EMPA, EPFL, ETH Zürich, Fachhochschule
Nordwestschweiz, Fraisa AG, Concept, Henauer Gugler AG, Güdel Group
AG, IBM, Ilford Imaging, Mathys Ltd, Man Turbo, MFB-GeoConsulting, Nagra, NOK, OOTech,
Philochem, PSI, SATW, SBB, secunet SwissIT, Sensirion, SOGI, Syngenta, Swiss
Industrial Finance, Universität Basel, Universität Zürich, VSL International,
Ypsomed AG und Zinan Technologies. Darunter sind auch Eltern von Schülerinnen
und Schülern sowie Ehemalige der Kantonsschule Solothurn.
«In Zukunft sollte es nicht mehr «cool» sein, sich als mathematisch-naturwissenschaft-lichen Banausen auszugeben, sondern es sollte ganz normal sein, über die Kernschmelzung oder das Autofahren mit Rapsdiesel ebenso Bescheid zu wissen wie über die aktuelle Bestsellerliste.», betont Stefan Zumbrunn-Würsch, Direktor der KSSO. «Um den Wissens- und Wirtschaftstandort Schweiz zu stärken, benötigen wir zudem hervorragend ausgebildete Fachkräfte. Zu wenige Schülerinnen und Schüler entscheiden sich für ein naturwissenschaftlich-technisches Studium und es gilt in diesem Bereich Überzeugungsarbeit zu leisten und die Weichen anders zu stellen.»
Wie gelingt es aber, die von Albert Einstein zitierte «göttliche Neugier» – den Spass am Schauen und am Begreifen – zu bewahren und den Fluss der Fragen nicht versiegen zu lassen? «Es müssen aktuelle Lernangebote mit Bezug zum Alltag geschaffen werden. Wir benötigen Anlässe wie diesen TecDay um mathematische, naturwissenschaftliche oder technische Phänomene anschaulich und lebensnah zu erklären.», meint Zumbrunn.
TecDays – eine Initiative
der SATW
Die TecDays sind eine Initiative der Schweizerischen Akademie der Technischen
Wissenschaften (SATW). Im Herbst 2007 führte sie erstmals einen TecDay durch. Mehrere
Gymnasien der Deutschschweiz sind an einer Zusammenarbeit mit der SATW interessiert.
Deshalb wird die SATW die TecDays im kommenden Jahr ausbauen. Mit den TecDays
unterstützt die SATW die vom Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartement (EVD)
lancierten Bestrebungen, bei den Jungen mehr Interesse für Naturwissenschaft
und Technik zu wecken und damit die industrielle Kreativität zu stärken.
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Bilder: SATW (Bilder 1-6) und KSSO/Beatrice Hänggi (Bilder 7-12)
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