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Studie «Erdölknappheit und Mobilität in der Schweiz» (pdf)
Medienmitteilung (pdf)
Hintergrundstudie (pdf)
Mobilität 2030:
Kongress und MobilitätsSalon
Kontaktperson:
Dr. Béatrice Miller
Zürich, 7. August 2008. Die Schweiz sollte sich schon heute auf mögliche Versorgungsengpässe im Treibstoffsektor einstellen. Zu diesem Schluss kommt die neue SATW Studie «Erdölknappheit und Mobilität in der Schweiz». Die SATW fordert dezidierte Massnahmen, damit der Treibstoffverbrauch rasch reduziert werden kann. Die neue Studie wird Ende August im Rahmen der Veranstaltung «Mobilität 2030» erstmals vorgestellt. Bevölkerung und Fachleute sind dazu eingeladen.
Immer deutlicher zeichnet sich ab, dass die globale Erdölproduktion in absehbarer Zeit ihren Zenit erreichen und danach unwiederbringlich zurückgehen wird. Die neue SATW Studie «Erdölknappheit und Mobilität in der Schweiz» zeigt auf, wie gut die Schweiz mögliche Versorgungskrisen verkraften kann und wie sie sich auf solche vorbereiten sollte.
Schwer absehbare Konsequenzen
Die Studie dokumentiert zunächst, wie die
Erdölförderung im Laufe der Jahre zugenommen hat, welche Länder heute den Markt
beherrschen und mit welchen Entwicklungen gerechnet werden muss. Welche
Konsequenzen der Kampf um die begrenzten Ressourcen haben wird, lässt sich erst
ansatzweise erkennen. Fest steht einzig, dass sich die grossen Erdölfirmen und
die geostrategischen Akteure bereits jetzt auf die Zeit nach dem so genannten
«Peak Oil» vorbereiten.
Die Schweiz braucht überdurchschnittlich viel Erdöl
Die Schweiz ist im Vergleich zu anderen Ländern überdurchschnittlich stark von
Erdöl abhängig, deckt das Land seinen Gesamtenergiebedarf doch zu 57 Prozent
mit Erdöl. Angesichts dieser Situation sollte sich die Schweiz schon jetzt auf
mögliche Engpässe bei der Erdölversorgung einstellen und den Erdölverbrauch wo
immer möglich reduzieren. Es muss davon ausgegangen werden, dass das globale Fördermaximum
innerhalb der nächsten 20 Jahre erreicht werden wird. Erdölprodukte
finden vor allem als Brenn- und Treibstoffe Verwendung. Bei den Brennstoffen
ist ein vollständiger Ersatz der fossilen Energieträger im Bereich Raumwärme bereits
heute technisch möglich. Wesentlich anders sieht die Situation bei den Treibstoffen
aus, ist doch ein vollständiger Ersatz für Benzin und Diesel in absehbarer Zeit
nicht zu erwarten. Der schweizerische Fahrzeugpark verbraucht im europäischen
Vergleich überdurchschnittlich viel Treibstoff. Er könnte in den kommenden
Jahren viel energieeffizienter werden. Die SATW schlägt
als verbindliches Ziel vor, den Treibstoffverbrauch jährlich um mindestens 2
Prozent zu reduzieren, anstatt jedes Jahr mehr
Treibstoff zu verbrauchen.
Reduktion von 50 bis 60 Prozent wäre einfach möglich
Auf Grund der vorhandenen Daten kommt die
neue SATW Studie zum Schluss, dass grundsätzlich bis zu 60 Prozent des
Treibstoffverbrauchs eingespart werden könnten. Die bisherigen Erfahrungen
zeigen jedoch, dass freiwillige Massnahmen und Anreizsysteme kaum Wirkung
zeigen. Das anvisierte Ziel, den Treibstoffverbrauch markant zu reduzieren,
lässt sich nur mit griffigen marktwirtschaftlichen Instrumenten, hohen Treibstoffpreisen
und strengeren staatlichen Vorschriften erreichen. Die SATW plädiert dabei für
ein rasches und engagiertes Handeln, damit die vorgeschlagenen Massnahmen nicht
erst nach mehreren Jahren spürbare Folgen haben.
Mobilität 2030: Kongress und MobilitätsSalon
Angesichts der drängenden Fragen lädt die SATW am 29. und 30. August zu einem
ausführlichen Diskurs über die zukünftige Mobilität ein. Personen
aus Forschung, Wirtschaft, Politik und Verwaltung können sich am SATW Kongress
über Ressourcen, Klima und technologische Innovationen austauschen. Zudem
findet für die Bevölkerung ein MobilitätsSalon mit Probe fahren,
Diskussionsrunden und Präsentationen statt. Auch die neue SATW Studie wird dann
von den Autoren Daniele Ganser und Ernst Reinhardt erstmals der Öffentlichkeit
vorgestellt.
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